Wer bin ich? Woher komme ich? Was macht mich aus?
Betrachtet man die Wanderungen der Aale auf heutigen Weltkarten, wirken sie widersprüchlich und kaum erklärbar. Erst ein Blick in die Erdgeschichte zeigt, dass die Aalartigen aus einem gemeinsamen warmen Meeresraum stammen, der entstand, als der Urkontinent Pangäa zerbrach und sich der Tethys-Ozean ausbreitete. Heutige, teils extrem weite Wanderungen sind keine Laune der Natur, sondern Relikte einer Zeit, in der Kontinente, Meere und Entfernungen völlig anders angeordnet waren.

Die wissenschaftliche Bezeichnung der echten Aale lautet Anguilla und leitet sich vom lateinischen Wort anguis ab, was „kleine Schlange“ bedeutet – ein Verweis auf ihr schlangenähnliches Erscheinungsbild. Obwohl die Aale der Gattung Anguilla im Meer geboren werden und dort auch sterben, verbringen sie den überwiegenden Teil ihres Lebens im Brack- und vor allem im Süßwasser und gelten daher als Süßwasserfische. Daneben existieren jedoch deutlich mehr rein marine Aalarten, etwa die Conger, die mit den Süßwasseraalen nicht direkt, sondern nur entfernt verwandt sind; Gleiches gilt für Muränen, Schleimaale, Sägezahn-Schnepfenaale, Pelikanaale, Schlangenaale, Entenschnabelaale und viele weitere Gruppen – insgesamt umfasst die Ordnung der Aalartigen heute über 1.000 Arten.
Äußere Systematik (Evolution der Aale)
Aale existieren seit mindestens 83 Millionen Jahre auf der Erde. Und somit schon zur Urzeit von Tyrannosaurus Rex, Triceratops (Pflanzenfresser) und Velociraptor (der mit den Sichelkrallen).
Auf der Tabelle zeigt die Herkunft der Aale aus der Urzeit bis Heute.
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Rang/Name |
Kurzbeschreibung |
|---|---|
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Lebewesen mit Zellkern – umfasst Tiere, Pflanzen, Pilze und Protisten. |
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Vielzellige, heterotrophe Lebewesen – „das Tierreich“. |
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Tiere mit Chorda dorsalis (Rückensaite), dorsalem Nervensystem und Kiemendarm. |
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Chordatiere mit echter Wirbelsäule und Schädel – Wirbeltiere. |
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Strahlenflosser; größte Klasse der Fische, Flossen durch Knochenstrahlen gestützt. |
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Echte Knochenfische; hochentwickelte Gruppe mit beweglicher Kiefermechanik. |
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Stammeslinie der Knochenfische mit Leptocephalus-Larven; umfasst Tarpons, Knochensalmler und Aale. |
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Aalartige; schlanke, schlangenförmige Fische mit reduzierten oder fehlenden Schuppen. |
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Echte Süßwasseraale; wandern zwischen Süß- und Salzwasser, katadromer Lebenszyklus. |
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Gattung der Süßwasseraale; 19 Arten weltweit (anerkannt), laichen im offenen Ozean. |
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Europäischer Aal; katadromer Wanderfisch, vom Aussterben bedroht, Laichgebiet Sargassosee. |
Die Evolution der Aale ist eng mit dem Kontinentaldrift und der Bildung des Atlantiks verbunden, was zur Trennung von Populationen (z.B. Europäischer und Amerikanischer Aal) führte.
Von Indonesien breiteten sich ihre Vorfahren aus und entwickelten sich zu den heutigen 19 Arten und weitere Unterarten der Gattung Anguilla, die weltweit verbreitet sind.
Innere Systematik (Süßwasseraal-Arten)
Innerhalb der Ordnung der Aalartigen (Anguilliformes) bildet die Familie Anguillidae eine klar abgegrenzte Gruppe: die echten Süßwasseraale der Gattung Anguilla. Weltweit sind heute 19 Arten und Unterarten anerkannt, die sich trotz ähnlicher Körperform deutlich in Verbreitungsgebiet, Wanderverhalten, Lebensraum und ökologischer Anpassung unterscheiden. Gemeinsam ist ihnen die katadrome Lebensweise – Unterschiede zeigen sich vor allem darin, wo sie laichen, wie weit sie wandern und welche Gewässer sie bevorzugen.
Aktuelle Liste aller anerkannten und lebenden Aalarten
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Lateinischer Name |
Deutscher / gebräuchlicher Name |
Laichgebiet |
Haupt-Lebensraum |
Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
|
Europäischer Aal |
Sargassosee |
Süß- & Brackwasser Europas |
Extrem lange Wanderung, stark gefährdet |
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Amerikanischer Aal |
Sargassosee |
Ostküste Nordamerikas |
Kürzere Wanderwege als A. anguilla |
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Japanischer Aal |
Westlicher Pazifik (bei Marianen) |
Ostasien |
Wirtschaftlich bedeutend, stark befischt |
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Kurzflossen-Aal |
Südpazifik |
Australien, Neuseeland |
Kürzere Rückenflosse |
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Langflossen-Aal |
Südpazifik |
Neuseeland |
Sehr groß, langlebig |
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Marmoraal |
Indo-Pazifik |
Tropische Flüsse & Seen |
Größte Anguilla-Art weltweit |
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Zweifarbiger Aal |
Indischer Ozean |
Süd- & Südostasien |
Teilweise Küstenbindung |
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Indischer Aal |
Indischer Ozean |
Indischer Subkontinent |
Zwei Unterarten |
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Pazifischer Aal |
Westpazifik |
Inselregionen Ozeaniens |
Relativ kurze Wanderungen |
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Australischer Langflossen-Aal |
Korallenmeer |
Ostaustralien |
Langlebig, langsam wachsend |
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Südseeaal |
Südpazifik |
Polynesien |
Großer Kopf, kräftiger Körper |
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Mosambik-Aal |
Indischer Ozean |
Ostafrika |
Bevorzugt warme Flüsse |
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Luzon-Aal |
Westpazifik |
Philippinen |
Erst 2009 beschrieben |
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Neuguinea-Aal |
Westpazifik |
Neuguinea |
Stark lokal begrenzt |
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Celebes-Aal |
Indopazifik |
Indonesien |
Unauffällige Zeichnung |
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Borneo-Aal |
Indopazifik |
Borneo |
Selten, wenig erforscht |
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Neu-Guinea-Küstenaal |
Westpazifik |
Küstennahe Flüsse |
Stärker marin geprägt |
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Nebel-Aal |
Indischer Ozean |
Ostafrika, Inseln |
Gefleckte Zeichnung |
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Pazifischer Süßwasseraal |
Zentralpazifik |
Mikronesien |
Begrenztes Verbreitungsgebiet |
Die Zahl der anerkannten Arten der Gattung Anguilla wurde lange und wird auf den meisten Webseiten noch mit 16 angegeben. Heute gelten, wie in der Liste hier angegeben, 19 Arten. Ursache sind neue genetische Untersuchungen und taxonomische Neubewertungen, während ältere Namen teils nur Unterarten oder Synonyme darstellen.
Eine hier genannte Zahl von 19 anerkannten Arten der Gattung Anguilla bezieht sich ausschließlich auf rezente (heute lebende) Arten. Ausgestorbene oder verschollene Aalarten sind darin nicht enthalten.
Warum ist das so?
- Die innere Systematik der Anguilla basiert primär auf rezenten Populationen, genetischen Daten und vergleichbarer Morphologie.
- Fossile Aalformen sind zwar bekannt, lassen sich aber meist nicht sicher der Gattung Anguilla zuordnen, sondern nur allgemein den Anguilliformes.
- Es existieren keine eindeutig belegten, fossil beschriebenen Arten, die zweifelsfrei als ausgestorbene Anguilla-Arten gelten.
Das bedeutet:
Die Gattung Anguilla ist systematisch gesehen eine rein lebende Gattung, auch wenn ihre evolutionären Vorläufer deutlich älter sind.
Vereinzelt wird auch Neoanguilla nepalensis erwähnt, eine aalähnliche Art aus Hochlandflüssen Nepals, die jedoch nicht zur Gattung Anguilla gehört und daher nicht Teil der inneren Systematik der echten Aale ist.
Äußerliche Merkmale des Europäischen Aals
(Morphologie, Eidonologie und Phänotyp)
Der Europäische Aal (Anguilla anguilla) besitzt einen stark langgestreckten, nahezu drehrunden Körper, der sich ab der Afterflosse seitlich verjüngt und zum Schwanzende hin deutlich abgeflacht ausläuft. Rücken-, Schwanz- und Afterflosse sind zu einem durchgehenden Flossensaum verwachsen; Bauchflossen fehlen vollständig, als einzige paarige Flossen sind die Brustflossen ausgebildet. Diese Körperform ermöglicht dem Aal sowohl kraftvolle Schwimmbewegungen als auch ein effektives Schlängeln in engen Strukturen, Sedimenten und unter Wasserpflanzen.
Häufig werden Aale anhand der Kopfform in Spitz- und Breitkopfaale eingeteilt. Diese Unterscheidung ist jedoch weniger genetisch festgelegt als vielmehr das Ergebnis individueller Spezialisierung auf bestimmte Nahrungsquellen, die stark von Gewässertyp und Nahrungsangebot abhängt. Breitkopfaale ernähren sich bevorzugt von Wirbeltieren wie Fischen oder Amphibien, während Spitzkopfaale eher Wirbellose wie Würmer oder Muscheln nutzen; der überwiegende Teil der Population zeigt jedoch keine klare Präferenz, sodass zahlreiche Übergangsformen existieren, die gelegentlich als Schmalköpfe bezeichnet werden.
Der Kopf läuft konisch zu einem leicht abgeflachten Maul aus, das durch den minimal vorstehenden Unterkiefer als schwach oberständig gilt. Die zahlreichen kleinen, spitzen Hechelzähne dienen ausschließlich dem Festhalten der Beute und nicht dem Zerkleinern.

Auf dem Oberkiefer befinden sich zwei deutlich ausgeprägte Riechgruben, die jeweils über einen separaten Ein- und Ausgang verfügen; der röhrenartig vorstehende Eingang ragt dabei gut sichtbar hervor und ermöglicht selbst bei geringster Strömung eine effektive Geruchswahrnehmung.
Die Kiemenöffnungen liegen vergleichsweise weit hinten am Kopf und sind nahezu vollständig von Haut bedeckt, was dem Aal ein besonders kompaktes Erscheinungsbild verleiht. Seine relativ kleinen Augen sitzen knapp oberhalb des hinteren Endes der Maulspalte. Äußere Ohren fehlen – wie bei Fischen üblich – vollständig.

Auffällig sind hingegen die groben Hautporen rund um Augen, Riechgruben und entlang der Maulspalte. Diese stehen funktionell mit dem Seitenliniensystem in Verbindung und enthalten vermutlich magnetithaltige Strukturen, die dem Aal bei der Orientierung am Erdmagnetfeld helfen.
Aalhaut
Die Haut des Europäischen Aals ist dick, elastisch und lederartig und wird von einer zähen Schleimschicht überzogen, die ihn wirksam vor mechanischen Verletzungen, Krankheitserregern und zeitweiser Austrocknung schützt. Entgegen der weit verbreiteten Annahme besitzen Aale tatsächlich Schuppen: Diese winzigen, ovalen Schuppen entwickeln sich jedoch erst ab einer Körperlänge von etwa 17 cm und liegen tief in der Haut eingebettet. Besonders bei größeren Exemplaren sind sie mit bloßem Auge erkennbar. Anders als bei den meisten Fischarten liegen sie nicht dachziegelartig übereinander, sondern parkettartig nebeneinander.
Das Geschlecht des Europäischen Aals lässt sich anhand äußerer Merkmale nur eingeschränkt bestimmen. Zwar versuchen selbst erfahrene Fachleute, anhand von Körpergröße, Augenabstand oder Flossenproportionen Rückschlüsse zu ziehen, doch sind solche Einschätzungen nur bei ausreichender Vergleichsmenge halbwegs zuverlässig.
Zwei Ausnahmen gelten jedoch als gesichert und sollten als Aalangler immer im Kopf behalten:
- Aale mit einer Körperlänge über 50 cm sind grundsätzlich Rogner (weiblich).
- Blankaale (vergrößerte Augen) unter 50 cm Größe sind nahezu ausschließlich Milchner (männlich).
Innere Merkmale des Europäischen Aals
(Anatomie, Physiologie und Histologie)
Der Europäische Aal verfügt über eine Reihe innerer Merkmale, die ihn in besonderer Weise an ein verborgenes, nachtaktives Leben sowie an extreme Umweltwechsel zwischen Süß-, Brack- und Salzwasser anpassen. Viele dieser Eigenschaften sind nicht auf maximale Leistungsfähigkeit in einem einzelnen Bereich ausgelegt, sondern auf hohe Toleranz, Ausdauer und Anpassungsfähigkeit.
Sinnesorgane und Wahrnehmung
Das Sehvermögen des Aals ist vergleichsweise schwach ausgeprägt und eher auf Kurzsichtigkeit sowie auf Kontrasterkennung bei geringer Lichtintensität ausgelegt. Während der Umwandlung zum Blankaal vergrößern sich die Augen deutlich; gleichzeitig verändert sich ihre innere Struktur, wodurch sich die Lichtempfindlichkeit verbessert – eine Anpassung an die offene Tiefsee während der Laichwanderung. Die eigentliche Orientierung erfolgt jedoch überwiegend über Geruchs- und mechanische Sinnesreize, ergänzt durch die Wahrnehmung von Magnetfeldern.

Besonders gut entwickelt ist der Geruchssinn, dessen Leistungsfähigkeit zu den höchsten im Tierreich zählt. Ergänzt wird er durch das Seitenliniensystem sowie durch spezialisierte Rezeptoren in der Haut, die feinste Druck- und Strömungsänderungen registrieren.
Im Innenohr befinden sich zudem Gehörsteinchen (Otolithen), die nicht nur der Gleichgewichtswahrnehmung dienen, sondern auch eine zuverlässige Altersbestimmung ermöglichen.
Atmung und Kreislauf
Neben der klassischen Kiemenatmung ist der Europäische Aal in der Lage, einen erheblichen Teil des Sauerstoffs über die Haut aufzunehmen. Diese Hautatmung erlaubt es ihm, auch in sauerstoffarmen Gewässern zu überleben oder kurze Zeit feuchte Landbereiche zu überwinden. Sein Herz-Kreislauf-System ist auf einen niedrigen Ruheumsatz ausgelegt, kann jedoch bei Aktivität deutlich hochreguliert werden.
Blut und Stoffwechsel
Das Blut des Aals enthält das Eiweiß Ichthyotoxin, das für Menschen und viele Säugetiere im rohen Zustand giftig ist. Beim Erhitzen wird dieses Toxin jedoch vollständig zerstört. Der Stoffwechsel des Aals ist insgesamt sparsam und erlaubt lange Hungerphasen, langsames Wachstum und eine außergewöhnlich hohe Lebenserwartung.
Geschlechtsentwicklung und innere Reifung
Europäische Aale sind keine funktionalen Zwitter, sondern entwickeln ihr Geschlecht im Laufe ihres Wachstums, beeinflusst durch Umweltfaktoren wie Populationsdichte, Nahrungsangebot und Lebensraum. Die eigentliche Geschlechtsreife tritt erst spät ein und ist eng mit der Umwandlung zum Blankaal verknüpft. Während dieser Phase verändern sich innere Organe, Muskulatur, Augen und Stoffwechsel grundlegend – ein Prozess, der den Aal vollständig auf die Laichwanderung vorbereitet.
Entwicklungsstadien der Aale
Der Entwicklungszustand des Aals wird nach 9 verschiedenen Kategorien/Stadien unterteilt:
- Rogen + Milch = Laich
- Yolk-sac-Stadium (Dottersackstadium)
- Prä-Leptocephalus (wurmartig ohne Flossensaum)
- Leptocephalus (durchsichtige „Weidenblatt-Larve“)
- Glasaal (jung, durchsichtig, ungeschlechtlich)
- Steigaal/Elver/Civelle (Juvenil m/w, pigmentiert)
- Gelbaal (je nach Farbton auch Blau-, Grau- oder Grünaal genannt)
- Blankaal (erwachsen, silbrig gefärbt, bereit zur Laichwanderung)
- Verpaarung und Fortpflanzung
Ernährung des Europäischen Aals (Kurzüberblick)
Der Europäische Aal ist ein opportunistischer Allesfresser, dessen Nahrung sich stark nach Lebensraum, Alter, Körpergröße und verfügbarem Nahrungsangebot richtet. Jungtiere ernähren sich überwiegend von kleinen Wirbellosen wie Insektenlarven, Würmern, Kleinkrebsen und Schnecken, während größere Aale zunehmend auf energiereichere Beute umsteigen. Dazu zählen Fische, Fischlaich, Amphibien sowie gelegentlich auch Aas.
Die Nahrungsaufnahme erfolgt vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, wobei sich der Aal weniger auf sein Sehvermögen als auf Geruchs-, Geschmacks- und mechanische Sinnesreize verlässt. Seine ausgeprägte Anpassungsfähigkeit ermöglicht es ihm, selbst in nährstoffarmen oder stark veränderten Gewässern zu überleben, was maßgeblich zu seiner einst weiten Verbreitung beigetragen hat.
Der ausführlicher Beitrag: Ernährung der Aale
Offene Fragen und Forschungslücken
Trotz jahrhundertelanger Beobachtung und intensiver Forschung gehört der Europäische Aal zu den am wenigsten verstandenen Fischarten Europas. Weder der genaue Ablauf der Fortpflanzung noch der exakte Ort und Zeitpunkt des Ablaichens konnten bislang direkt beobachtet werden, da sich dieser Prozess im offenen Ozean entzieht. Auch zentrale Fragen zur Geschlechtsentwicklung, zur Orientierung während der Laichwanderung, zur natürlichen Sterblichkeit auf dem Weg in die Sargassosee sowie zum tatsächlichen Einfluss von Besatzmaßnahmen sind bis heute nicht abschließend geklärt.
Fazit
Der Europäische Aal ist ein evolutionär uralter, hochspezialisierter und zugleich erstaunlich anpassungsfähiger Fisch, dessen Lebensweise eng mit der Erdgeschichte verknüpft ist. Seine äußeren und inneren Merkmale spiegeln nicht nur eine außergewöhnliche ökologische Flexibilität wider, vielmehr auch einen Lebenszyklus, der selbst heute noch viele Rätsel aufgibt. Gerade diese Mischung aus Bekanntem und Ungeklärtem macht den Aal zu einer der faszinierendsten Fischarten Europas – biologisch, kulturell und fischereilich gleichermaßen.
- Die Funkreichweite beträgt ca. 150 m, je nach Gelände
- Ein 3-teiliges Bissanzeigerset, einschließlich 3-Funk-Bissanzeiger, 1-Empfänger und 3-Wobbler
- Untergebracht ist das ganze in einem praktischen gepolsterten Hardcase Transportkoffer
- Angelanzeigeleuchte und Angelschwingendes Gerät rot/gelb/grün LED-Leuchten
- Kabelloses Design für einfache Bedienung
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