Der Fall 11: Aale als Horror-Eis aus Asien

Man kennt ja die verrücktesten Ideen aus Fernost. Da gibt es Fernsehsendungen mit fiesen Spielchen, Mutproben, schrägen Wettbewerben und kulinarischen Einfällen. Japaner, die sich Betonkugeln auf den kleinen Zeh schmeißen oder Zitronensaft in die Augen träufeln lassen bis es nicht mehr auszuhalten ist. Ist das eben nur manchmal im asiatischen Unterhaltungsentertainment und hat das mit der Realität nichts zu tun?  

Doch – es geht tatsächlich noch eine Spur außergewöhnlicher und im ganznormalen Leben.

Wie wäre es an einem heißen Sommertag mit einer Kugel Meerretticheis oder Tulpeneis – Extra für Vegetarier? Klingt schon gewöhnungsbedürftig, reist aber keinen echten Hardcoreschlecker vom Barhocker.

Etwas härtere Zeitgenossen greifen in Fernost lieber zu Ochsenzungen- oder Pferdefleisch-Eis. Ob das nun Genuss oder Mutprobe ist, sei einmal dahingestellt.

Es mag ja auch so einiges nützliches von Asien nach Europa herüberschwappen, aber auf solche Dinge kann ich bis heute gerne verzichten.

Was hat das nun aber auf Aalexperten zu suchen?

Du befürchtest es wahrscheinlich schon … für die Extremisten gibt es tatsächlich legendäre Spezialitäten wie gefrorenes Ziegenhack und natürlich Unagi-Eis – also Aal am Stiel.

Geräucherter oder gegrillter Aal wurde dabei mit einer leicht süßlichen Eiscreme kombiniert und als regionale Kuriosität verkauft. Wem dabei nicht zumindest kurz flau im Magen wird, der dürfte für einen kulinarischen Asienurlaub bestens vorbereitet sein?

Ist das Aal-Eis oder ein Fake?

„Ist diese Geschichte wahr – oder habe ich sie frei erfunden?“

✅ Auflösung: Wahrheit!

So kurios es klingt – diese Geschichte ist tatsächlich wahr. Sie gehört zu den ersten und somit ältesten Beiträgen in der Rubrik „News“ auf Aalfreun.de und wurde 2005 veröffentlicht.

Besonders in Japan entstanden in den 1990er- und 2000er-Jahren zahlreiche ungewöhnliche Eissorten, um Touristen anzulocken. Neben Wasabi, Ochsenzunge oder Pferdefleisch gab es tatsächlich auch Unagi-Eis mit Aal als Zutat.
Eines steht allerdings fest: Ich bleibe lieber bei meinen Rezepten als beim gefrorenen Aal am Stiel.

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